Als größter Binnenhafen Belgiens und drittgrößter Europas (21,1 Mio. Tonnen in 2010) verwaltet die Hafenbehörde Lüttich derzeit 32 Hafengebiete (369 ha) entlang der Meuse und des Albert-Kanals in der Provinz Lüttich.

Die Ausstattung, die große Anzahl an Leistungen und der nahtlose Zugang zu den bi- oder multimodalen Plattformen der Hafenbehörde Lüttich – dies sind nur einige der Pluspunkte, die Investoren auf den Hafen Lüttich aufmerksam gemacht haben.

Die Hafenbehörde Lüttich verwaltet zwei über ein Container-Shuttlesystem mit den Häfen Antwerpen, Rotterdam und Seebrügge verbunden Containerterminals, die für Seeschiffe (bis zu 2.500 Tonnen) und durch zwei Barkassen gezogene Convoys (4.500 Tonnen) geeignet sind. Auch bietet die Hafenbehörde Lüttich Kurzstrecken-Seetransporte in verschiedene Länder an, unter anderem nach Großbritannien, Irland, Portugal und Russland.

Zentrum eines Transportnetzwerkes

Der Lütticher Hafenkomplex bildet das Hinterland der großen Nordseehäfen (Antwerpen, Seebrügge, Rotterdam und Dünkirchen). 14 Navigationsstunden von Antwerpen und 24 Stunden von Rotterdam gelegen, gilt der Lütticher Hafen als strategisches Drehkreuz der nahtlosen Güterlieferungen in das Hinterland. Der Lütticher Hafen ist demnach ideal am Kreuzungspunkt eines eng verknüpften Netzes multimodaler Verbindungen gelegen, die den nahtlosen Frachttransport von den Seehäfen zum Bestimmungsort ermöglichen. Am Hafen kreuzen sich sechs große Autobahnen und vier Schienenstrecken, ebenfalls nahe liegt der Flughafen Lüttich, der siebtgrößte Luftfrachtflughafen Europas.

Trilogiport Lüttich, eine einzigartige multimodale Plattform

Die Hafenbehörde Lüttich entwickelt derzeit Trilogiport Lüttich, eine multimodale Plattform (100 Hektar). Die neue multimodale Plattform Trilogiport Lüttich bietet drei Schlüsselelemente:

  • drei Seezugänge (Antwerpen, Rotterdam, Dünkirchen)
  • drei Transportarten (Wasser, Schiene, Straße)
  • und drei angrenzende Märkte (Frankreich, Deutschland, Niederlande).

Trilogiport Lüttich soll mit einem Containerterminal (15 Hektar) ausgestattet werden, dessen Leitung Euroports und Dubai Ports World übernehmen. Trilogiport Lüttich wird auch über einen Logistikbereich verfügen, dessen Management a) dem deutschen Unternehmen Deutsche Lagerhaus Trilogiport / CETIM (30 Hektar) und b) dem belgischen Unternehmen Warehouses De Pauw (10 Hektar) obliegen wird. Und schließlich besitzt Trilogiport Lüttich noch weitere 21 Hektar verfügbaren Hafengeländes.

Trilogiport Lüttich soll in naher Zukunft ein ausgewachsenes “Logistikdorf im Zentrum Europas” werden und möchte ein starker Anziehungspunkt für Unternehmen werden, die Wasserstraßen und Verteilungszentren in Europa nutzen und einen hohen Mehrwert sowie Beschäftigungschancen bieten.

Der Lütticher Hafen strebt danach, sich selbst als ideal gelegenen Hafenbereich im natürlichen Hinterland großer Seehäfen (Antwerpen, Seebrügge, Rotterdam und Dünkirchen) unter Beweis zu stellen, so dass Lüttich mehr als je zuvor wegen seiner Rolle als Schlüsselspieler der Binnenschifffahrtslogistik anerkannt wird.

Die Hafenbehörde Lüttich in Kürze:

  • 21,1 Mio. transportierte Tonnen (Wasser/Schiene/Straße) in 2010 (einschließlich 15 Mio. Tonnen auf dem Wasserweg)
  • 26 km Kais
  • 370 ha Hafengelände
  • 2 Containerterminals
  • ein überdachtes Dock (1 ha)
  • ein RoRo-Kai
  • Lagerbehälter für Erdölprodukte (226.500 m3)
  • 70 Lagerhäuser mit einer Gesamtfläche von +/- 15 überdachten Hektar
  • Getreidesilos mit einer Gesamtkapazität von 50.000 m3
  • Yachthafen (120 Liegeplätze)…
  • 10.670 direkte & 16.001 indirekte Arbeitsplätze